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Mourning Beloveth, Mournful Congregation, Longing for Dawn & Ophis (Bambi Galore, Hamburg)

Seit langem hatte ich mich schon danach gesehnt mal wieder ein Konzert zu besuchen das mich so richtig umhaut, mich einfach fasziniert und vollständig zufrieden zurücklässt.
Heute hat mein Sehnen endlich ein Ende gefunden.
Einen, noch recht unbekannten, neuen Laden mit dem lustigen Namen „Bambi Galore“ in Hamburg enterten die Bands Mourning Beloveth (Irland), Mournful Congregation (Australien), Longing for Dawn (Kanada) und Ophis (Hamburg).
Die „Milestones Of Misery“ Tour trägt ihren Namen durchaus zu recht:
Sämtliche Bands spielen Doom der langsamsten Sorte, wobei insbesondere Longing For Dawn und Mourning Beloveth in ihrer unglaubichen Langsamkeit die volle Dröhnung an Funeral Doom bescheren.

Der Reigen wunderbarer Depression wurde durch Ophis eingeläutet. Ich kenne die Band schon und mag sie. Heute Abend habe ich sie jedoch nur am Rande verfolgt, ich wollte meine Kraft für die drei anderen Bands aufheben.
Ich schrieb berteits einmal eine Review zu einem Esoteric-Konzert, da kann der geneigte Leser etwas Lob zu dieser Band vorfinden.

Longing for Dawn habe ich dagegen in ihrer ganzen qualvollen Pracht genossen.
Ich mag die Band insbesondere, weil sie die durchaus fruchtbare Idee gehabt hat, besonders verstärkt Dark Ambient Elemente in ihre Musik einfließen zu lassen. Ansonsten waren sie die einzige Band an diesem Abend, die ihr Programm komplett im Zeitlupentempo durchgezogen hat (selbst Mournful Congregation haben hier und da im Tempo variiert, aber dazu gleich mehr). Wen das allerdings stört, der ist ohnehin auf dem falschen Konzert.
Drei zäh und qualvoll dahinfließende Hymnen des Leidens gab die Band an diesem Abend zum besten und sie alle haben mich restlos begeistert in ihrer unvergleichlichen Ehrlichkeit und kompositorischen Klarheit. Hypnotisch!

Mournful Congregation setzten noch einen drauf: Was die Australier ohne Zweifel auszeichnet ist ein, für das Genre doch nicht unbedingt übliches, instrumentales Können. Das will heißen, dass Funeral Doom noch genialer klingt wenn hier und da wundervolle Soli eingestreut werden und, man höre und staune, nach 13 Minuten des Dahinsiechens plötzlich ein Temposchub erfolgt, der den Hörer endgültig zum Orgasmus führt.
Fantastisch!

Schließlich die Headliner des Abends:
Mourning Beloveth. Nach den beiden letzten Bands wirkten die fast schon wie Speed Metal. Zu Beginn war mir das echt fast zu schnell (man stelle sich mich vor wie ich Grinse bei dieser Aussage).
Man konnte fast abgehen zu der Musik! Der Grunzer hat die Laute die er ausstieß auch nicht grundsätzlich über längere Zeiträume hinweg ausgedehnt.
Die herrlich traurigen und morbiden Melodien waren aber von der obersten Güteklasse und nach einer kurzen Anlaufphase hatten mich auch Mourning Beloveth in ihren Bann gezogen.
Wunderbar, einfach wunderbar!

Bevor ich jetzt zum Schluss komme sei noch gesagt, dass der Sound bei allen Bands wirklich verdammt gut war. Hier wurde klasse Arbeit geleistet und ich freue mich schon auf den nächsten Abend im „Bambi Galore“.

Um ein Fazit zu ziehen:
Ein komplett perfekter Abend. Ich habe wiederholt die Erkenntnis gewonnen, dass Doom, wenn man denn ein Fan solcher Musik ist, live wirklich eine unvergleichliche Wirkung entfalten kann.
Dass es keine pogenden Idioten gibt die einen beim depressiv sein stören ist dabei ein zusätzlicher Bonus...

13.4.09 02:56
 


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