falling through a world unknown...

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E-x-i-s-t-e-n-z

Entschlüpft der aasigen Lebensform.
Auf den kalten, braunen Untergrund geworfen, einfach so.
Ein milchigwarmer Körper, schön weich.
Glatt, glitschig und rein.
Das süße kleine Köpfchen zittert. Vorsichtig tastend, vermeintlich ohne Sinn, erspürt es die Nachgeburt. Verschlingt langsam das modrig, mehlige Fleisch.
In ruhiger Gelassenheit schwillt der Leib. Die glänzend, klebrige Haut bläht und dehnt sich.
Etwa eine Stunde dauert ist, denn ist nichts mehr übrig von dem fauligen Kokon, dem es entschlüpfte. Es ist nicht leicht zu erkennen, aber in dem zarten Zucken des Körpers verbirgt sich sehr viel Zufriedenheit nun.
Jetzt hat es keinen Grund mehr hier länger zu verweilen.
Auf seinem Weg hinterlässt es eine schleimige Spur. Weißlich grün, Fäulnis aussendend.
Regelmäßige, gemächliche Stöße gehen durch den Leib, der sich bedächtig und geduldig voranschiebt.

Eine Welt aus Farben hast du betreten, die du nicht sehen kannst.
Einen Ort im Universum dessen Gerüche dir fremd bleiben werden.
Doch dir bleiben die notwendigen Genüsse.
Dort! Du kannst die langsam verwesende Substanz unmittelbar vor dir nicht erspähen, doch du wirst sie bald erreichen. Wenn du in der schimmeligen Lache badest wird dein Leibchen vor Freude beben!
Ah, na siehst du... Hab ich dir zu viel versprochen?
Dein anmutiges Schmatzen, könntest du es doch hören!
Wie empfindest du den Geschmack, er ist gut oder?
Ja, ich sehe, das ist er...
Wie wild du das modernde Fett verspeist!

Ach, könntest du sehen wie sie alle es dir gleich tun, deinen Blick einen Moment schweifen lassen...
Tausende Leiber sind es, sie alle kriechen ihm entgegen, dem heiligen See der Verwesung.
Wie von einer magischen Hand geleitet zieht es sie dorthin, obwohl sie weder sein Gestank erreicht noch sie seine rötlichgrüne Färbung erkennen können.
In hirnlosblinder, instinktgetriebener Zielstrebigkeit existiert nur dieses eine Ziel: sich mit ihm zu vereinigen, zu sterben in ewigem, wolllüstigen Wonnebrand...

5.6.09 01:28
 


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