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Begotten (E. Elias Merhige)

Zunächst erblickt man eine maskierte Gestalt auf einem Stuhl. Spastische, niemals enden wollende Zuckungen durchziehen ihren Leib. An die Wand gespienes Blut ist der Vorbote des Leidens, denn beginnt die Gestalt mit einer Rasierklinge ihren Bauch zu bearbeiten. Gnadenlos verharrt die Kamera auf dem Geschehen. Angestrengt versucht man in dem Matsch aus Grautönen genaueres zu Erkennen, während das geschundene Wesen sich die Eingeweide aus dem Leib zu rupfen scheint...

Geht man ohne Vorwissen an Begotten heran möchte man meinen man hat irgendeine verkorkste Version erwischt. Niemals hab ich je ein derart dreckiges und grobkörniges Bild in einem Film erlebt.
Nun kann man seine Fantasie spielen lassen: Wurde dieses Filmmaterial etwa aus einer anderen Dimension an unsere Welt gespült, stammt es aus einer Zeit die es niemals gegeben hat und die es niemals geben wird, oder handelt es sich gar um die einzig Aufnahme die von der Hölle selbst exisitert?
Nach Aussage von Merhige brauchte man 10 Stunden um eine einzige Minute des komplett in schwarzweiss gehaltenen Films in den Zustand zu versetzen in dem sie sich heute befindet...

Die Erfahrung die Begotten mir beschert hat war von unterschwelligerer Natur als ich sie erwartet hatte. Vermutlich gehört der Film zu den minimalistischsten die ich in meinem Leben sehen durfte. Meist passiert in den ewig andauernden Szenen des Films nur sehr wenig, nicht selten ist bei Nahaufnahmen nicht wirklich viel zu erkennen, die surreale Stimmung bricht dennoch an keiner Stelle ab. Ständig ist man hin und hergeworfen zwischen einlullender, dumpfer Monotonie und morbider Faszination, die spartanische Soundkulisse aus allerlei Gezirpe, einem sich ständig wiederholenden, an einen Herzschlag erinnernden, Basston und einigen kargen Ambienttupfern verstärkt dies noch.

Möglicherweise hatte ich mir mehr von dem Film erhofft, es kann aber auch sein, dass er langsam und unaufhaltsam unter meine Haut kriechen wird, wenn nicht nach dem ersten Anschauen, denn vielleicht nach dem zweiten oder dritten.
Bereichernd war die Erfahrung ohne jeden Zweifel und mit ziemlicher Sicherheit gibt es etwas Derartiges nicht noch einmal...

 Image Hosted by ImageShack.us

 

23.8.09 01:14
 


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