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Misanthropische Betrachtungen – erste Rohfassung

An manchen Tagen, eben Jene an denen ihm die Fratzen aus dem hohlen, rissigen Spiegelgebilde der Existenz eine falsche Vorstellung von der menschlichen Lebensweise, ja ihrer Vollkommenheit, vorgaukeln, scheint es so, als würde in ihm die Hoffnung darauf einen Frieden zu erlangen langsam gänzlich erlöschen.
Sich ergötzend an den kahlen Fliesen des Realitätsgebäudes und seinen kotbeschmierten Bewohnern, überschreitet er denn endlich die Grenze, die ihn vom Verlassen irrer, sehnsuchtsbeschwerter Trugbilder und verheißungsvoller Schemen getrennt hat.
Gesenkten Hauptes stapft er, nun gänzlich jeder Gesellschafsfähigkeit – welch Erfolg! - befreit, die, ihm letztendlich in ihrer ganzen freudigen Glanzlosigkeit erstrahlenden, Straßen entlang.
Hasserfüllt, wonnejauchzend nimmt er kein Leben wahr.
Nicht die zuversichtlich dreinschauende junge Mutter rechts von ihm, sie betätschelt grad ihren kleinen Balg gar rührend, weder den wild herumstochernden, fast blinden Alten vor ihm, noch all die anderen Organismen zerstoßenen, oder bald zerstoßenen, Lebens um ihn herum.
Alles was seine Augen sehen ist die einzige und unumstößliche Wahrheit, die Verderblichkeit und Sinnlosigkeit in jenem Streben, das der Mensch seit Jahrhunderten versucht hat mit leeren Phrasen zu rechtfertigen.
Keine Erklärung und Begründung irgendeines Sinnes irgendwo, weder hier, noch in weiter Ferne; kein Dahinkrabbeln mehr, es ist aus damit – lasst den Ausweg fahren, tötet Hoffnung und Begierde!
Die Geburt, die den Zerfallsprozess eines Jeden begründet, ließ seinen Abstieg, weg von der Nichtexistenz – dem Zenit – hin zur Realisierung der einsetzenden Rezession, beginnen und trieb ihm schließlich die Erkenntnis – den Tiefpunkt – des Elends allen menschlichen Lebens in die Arme.
Nun sah er völlig klar.
Was die Dichter, Maler, Komponisten so vieler Generationen versucht haben zu kaschieren, nur das eigentlich Offensichtliche:
Im tierischen Trieb des Menschen, in seiner vorhersehbaren, berechenbaren Dumpfheit liegt nicht das Geringste verborgen und jeder Versuch dem entgegen zu wirken wird von einer Masse träger Leiber irgendwann erdrückt.
Fallt übereinander her, vermehrt euch, verfallt, zergeht, sterbt, lasst den wuchernden Pilz immer weiter wachsen!
Für jede eurer geistesgestörten Ideologien, Sadismus, Krieg, Mord und auch sonst jede Art von Grausamkeit gibt es im endlosen Nichts keinen Richter. Macht weiter, schlagt euch zuschande, was nach einer, euch womöglich unendlich erscheinenden, Zeitspanne verbleibt ist nur ein leises Kichern und sont nur Desinteresse des Universums...

28.12.09 01:07
 


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