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Zerstreuung

In dieser Panik liegen, einfach nur daliegen. Bloß die Knochen, nach einem letzten Knacken, von der Last befreien. Alles von den Blicken entfernen und den schlaffen Bauch hernieder schleifen lassen. Jeden Muskel aus seiner Anspannung lösen. Absolute und vollständige Entzerrung, fürwahr, was eine herrlich seichte Idee!
Plump, völlig verbreitert mag ihn der Zustand nun womöglich ganz und gar stören, es ist dieser Müßiggang alleine den er versucht hatte, wie einen Dorn aus seinem Fleisch zu ziehen. Vergeblich!
Doch da! Was erhebt sich neben seinem Bette nun?
Wären denn seine Augen nicht gänzlich stumpf, sein Blick nicht unendlich umnebelt, fast hätte ihm sein Geist eine Antwort geben wollen. Nur Gestaltlosigkeit blieb, trotz allem eine verlockende Präsenz.
Ästelungen vielleicht? Eindrücke länglicher, lappriger Arme, in etwa schwarz, vergleichsweise beruhigend, zumindest verglichen mit allen schemenhaften Ungeheuern denen er vormals einst gedacht hatte, natürlich konnte er sich des Hauches eines Argwohns nicht erwehren.
„Gewiss jedoch ist ein Solcher völlig verständlich“, so dachte er sich da, „man ziehe nur einmal in Betracht, von welch einer ungewohnten Beschaffenheit diese speckig glänzende Substanz doch ist, deren Wesen zudem so völlig unbeherrscht erscheint.“ Fürwahr, da hatte er sicherlich nicht Unrecht! Und es ließ auch nicht ab, nein, vielmehr wuchs es an, mit jedem seiner Atemzüge, soweit bis es die Haut nicht nur wie einen öligen Film bedeckt, sondern auch, zwecks diverser Öffnungen, Einlass in den Leib gefunden hatte.
Freilich tat es so nicht grundlos. Losgelöst von sämtlichen Erscheinungen, die konventionelle Kommunikation gar noch nötig gehabt hätten, verwehrte es seinem Wirt nicht das Wissen um seine Aufgaben. Welch freudige Erkenntnis!
In Position gebracht blieb also nunmehr dieser kurze Moment stiller Andacht und gedanklicher Rückbezüge auf all die Dinge, die nun bald aus ihm gepresst sein würden...
Und so tat es:
Nur einen Lidschlag, dessen zweite Hälfte er gleichsam nicht mehr erlebte, brauchte das Ding, welches sich nun durch sämtlichen Kanäle seiner bemächtigt hatte, denn wie die meisten Lebewesen sann es wieder nach Freiheit und dieser Irrweg, auf dem es soeben noch wandelte, war, so hatte es schon zu Beginn der grausigen Paarung gewusst, keiner der von Dauer sein konnte.
So riss es ihn in Fetzen, spritzte den Menschnbrei in sämtliche Ecken des Raumes.
Der Lidschlag unterbrach, da die Augäpfel zerplatzten...
10.1.10 15:51
 


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