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Mastodon, Totimoshi (Grünspan, Hamburg)

Mastodons Konzert im Grünspan fiel mir erst sehr kurzfristig ins Auge, zwischendurch war ich auch versucht, das Vorhaben abzublasen, da die Begleitumstände denkbar schlecht waren und man auch nicht zu 100% davon ausgehen musste, noch eine Karte bekommen zu könnnen. Letztlich bin ich jedoch so dankbar wie selten, dass wir letztlich doch in Richtung Hamburg aufgebrochen sind und das Wagnis eingegangen sind, denn eines der besten Konzerte meines bisherigen Lebens liegt jetzt hinter mir.

Die als Einheizer fungierende Vorband Totimoshi begann fast pünktlich um 8, was einen darauf aufmerksam machte, dass einem hier ein professionell durchgeplanter Konzertabend bevorstand.
Es gab außerordentlich überzeugenden Stoner Rock/Metal, der mich sogar kurzfristig in Versuchung führte, später eine LP zu erstehen. Hervorzuheben ist in meinen Augen der Sänger, der eine sehr einnehmende Stimme zu bieten hat, zwischen leichtem Keifen und klarem Gesang pendelnd. Ansonsten machten die Songs, in kompositorischer Hinsicht, im Allgemeinen einen sehr ausgereiften Eindruck.
Ungefähr um 9, oder kurz vor 9, verließ die Band die Bühne, derweil sie ihr Ziel, Lust auf mehr zu machen, außerordentlich gut erreicht hatte.

Nach einer sehr kurzen Pause standen denn bereits Mastodon auf der Bühne.
Dabei hatten sie, neben diverser verschiedener Gitarren, die insbesondere Mr. Hinds im Verlauf des Konzertes mehrfach wechselte, auch eine Videoshow. Diese dokumentierte, während die Band das komplette letzte Album „Crack the Skye“ von Vorne bis Hinten durchzog, die Handlung. Das Einzige was ich im Nachhinein bereue ist, dass ich mich mit dem Konzept dieses äußerst interessanten Werkes im Vorfeld nicht genauer beschäftigt habe und mir somit den äußerst verwirrenden Plot erst später wirklich erschlossen habe. Vielleicht war das aber auch gut so, denn so war ich in der Lage mich ganz der Musik hinzugeben.
Überraschenderweise vermochte schon der erste Teil dieses Konzerts mich dazu zu bringen im Geiste demütig auf die Knie zu gehen. Obwohl ich den Werdegang der Band, spätestens nach Blood Mountain, das mich zugegebenermaßen seinerzeit etwas enttäuscht hatte, etwas aus den Augen verloren hatte, bewies sie eindeutig, dass sie dieselbe Energie, die selbe Ausstrahlung in ihrer Musik hat, wie zu Leviathan-Zeiten, nur das eben, nun ja, die Musik etwas anders geworden ist...
Der zweite Teil des Konzerts, leider eindeutig der Kürzere, gefiel mir dennoch noch deutlich besser:
Mastodon feuerten Songs aus ihren sämtlichen anderen Alben in die Menge, darunter „Iron Tusk“ und „Aqua Dementia“, wofür ich auch sehr dankbar war, und gleich 3 Songs vom Debüt Remission.
„March of the Fire Ants“ beschloss den Abend und wer nicht spätestens denn einen Orgasmus kriegt, wenn sich plötzlich aus dem stampfenden Inferno dieses anbetungswürdige Solo erhebt, dem ist nicht mehr zu helfen...
Zugegebenermaßen war ich etwas enttäuscht, als die Band schon nach 70 Minuten quasi wortlos die Bühne verließ, zumal der Überhit „Blood & Thunder“ nocht nicht gespielt worden war. Offensichtlich scheint es bei amerikanischen Bands aber üblich zu sein, nicht mal mehr als 60 Minuten als Headliner zu spielen, wenn man sich die Setlist anderer Konzertlocations anschaut.
Um ehrlich zu sein, war ich auch noch niemals so leicht dazu zu bewegen, diesen Umstand zu vergessen und einfach nur dankbar zu sein, dankbar für die Erfüllung meines lange gehegten Wunsches endlich Mastodon live zu sehen (das Einzige was ich bereue ist, dass dies nicht zu Leviathan-Zeitgen geschehen ist) und dankbar für eine alles niederreißende Urgewalt von einem Konzert, das sich so schnell nicht aus meinem Geist schleichen wird....
11.2.10 11:31
 


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